Ich arbeite seit vielen Jahren als Erzieher und habe schon viele Konzepte, Materialien und Ideen kommen und gehen sehen. Als wir den RuheHafen für unsere Einrichtung angeschafft haben, war meine Erwartung ehrlich gesagt überschaubar. Eine Schaukel – schön, sicher, vielleicht eine nette Ergänzung. Mehr nicht.
Was mich überrascht hat, war nicht die Schaukel selbst, sondern die Reaktion der Kinder.
Schon in den ersten Tagen haben einzelne Kinder den RuheHafen ganz selbstverständlich genutzt. Ohne Aufforderung, ohne Erklärung. Manche nach dem Morgenkreis, manche nach einer lebhaften Spielsituation, manche einfach zwischendurch. Sie sind hineingegangen, haben geschaukelt, sind still geworden – und kamen danach sichtbar sortierter zurück in die Gruppe.
Besonders auffällig war, dass es nicht „die einen“ Kinder waren. Nicht nur die Lauten, nicht nur die Stillen, nicht nur die Sensiblen. Es waren ganz unterschiedliche Kinder, die diesen Ort für sich genutzt haben. Und jedes auf seine eigene Weise.
Nach einigen Wochen hat sich etwas im Alltag verändert. Übergänge wurden ruhiger. Kinder konnten sich schneller wieder auf Angebote einlassen. Manche waren nach der Nutzung konzentrierter, ausgeglichener, weniger impulsiv. Ohne, dass wir als Fachkräfte eingreifen mussten.
Für mich war das der entscheidende Punkt:
Der RuheHafen funktioniert nicht, weil wir ihn einsetzen –
sondern weil Kinder ihn selbst nutzen, wenn sie ihn brauchen.
Aus pädagogischer Sicht ist das kein Spielzeug, sondern ein Werkzeug zur Selbstregulation. Er gibt Kindern einen geschützten Raum, um Reize zu verarbeiten und danach wieder bereit zu sein für Lernen, Spielen und Gemeinschaft.
Ich hätte nicht gedacht, dass eine so einfache Sache eine so spürbare Wirkung auf den Alltag haben kann. Heute gehört der RuheHafen für uns ganz selbstverständlich dazu.